Pressemitteilung vom 25.02.2018 (OPS 1.945.- wird erlöswirksam!)

der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) und der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD)


Die Kinderschutzprozedur OPS 1.945.- wird jetzt ERLÖSWIRKSAM !


          Erstmals ist im DRG-Fallpauschalenkatalog 2018 die OPS-Kinderschutzprozedur 1.945.- „Diagnostik bei Verdacht auf Gefährdung von Kindeswohl und Kindergesundheit“ mit dem unbewerteten Zusatzentgelt ZE2018-152 mit dem konfliktfreien Titel - „Mehrdimensionale pädiatrische Diagnostik“ hinterlegt worden (www.g-drg.de).
Das heißt, diese Leistungen können jetzt bei den 2018er Budget-Verhandlungen berücksichtigt werden. Hierzu müssen klinikindividuell Vereinbarungen getroffen werden, die auf Basis einer Kostenkalkulation der Kliniksträger verhandelt werden müssen. Jede Klinik verhandelt hier separat. Um eine Orientierung für eine solche Kalkulation zu geben hat die Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM), früher AG-KiM, gemeinsam mit der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) eine zeitbasierte Musterkalkulation (Anhang 1) entwickelt. Diese kann noch individuell um spezielle Sachkosten ergänzt werden. Ferner kann der entwickelte Musterdokumentationsbogen (Anhang 2) verwendet werden, um die erbrachten Voraussetzungen MDK-relevant zu dokumentieren. Auf Wunsch kann ergänzend auch eine differenzierte Excel-Kalkulationsmatrix über die Geschäftsstellen der DGKiM (www.dgkim.de; geschaeftsstelle@dgkim.de) und GKinD (www.gkind.de) angefragt werden.
Dieses neue Zusatzentgelt ist ein großer Schritt für den medizinischen Kinderschutz in Deutschland, da hier erstmals die massiven, insbesondere personellen, zusätzlichen Aufwände, die in der medizinischen Kinderschutzarbeit entstehen, berücksichtigt und damit als notwendige pädiatrische Leistung anerkannt werden. Die flächendeckende Kodierung und Verhandlung dieses Zusatzentgeltes wird in Zukunft repräsentative Ist-Zahlen des kinderschutzmedizinischen Versorgungsbedarfs ermöglichen.


M. Kieslich, H. Karpinski für die Kommission Finanzierung der DGKiM (www.dgkim.de)
N. Lutterbüse für die DRG-AG der GKinD (www.gkind.de)

 

Sie finden die Musterkalkulation und das Anforderungsformular für die Vorlagen unter folgenden Links:

Pressemitteilung und Kalkulation

Anforderungsformular